· 

Sylvia Faragó, Wolfgang Knauß – "PAPIER stabil – fragil"

links: Sylvia Faragó, Tabernakel, Papierrelief, rechts: Wolfgang Knauß, Papier trouvé (Zuwendung)

Die „Papierreliefs“ von Sylvia Faragó bestehen aus den von der Künstlerin selbstgefärbten und geschöpften Papieren. Ergänzt werden diese aus mehreren Schichten bestehenden Bildreliefs mit eingewobenen Naturmaterialien: Federn, Gräsern, Blättern, Schoten, Blüten etc. Die raue, unregelmäßige Oberfläche des geschöpften und manchmal gegossenen Papiers gleicht einerseits den Verwitterungsprozessen in der Natur und andererseits durch die lapidaren, geometrischen Umrissformen wie Kreis, Dreieck, Oval den zeichenhaften Einritzungen uralter Symbole, gleichsam aus dem „kollektiven Gedächtnis“ der Menschheit.

 

Wolfgang Knauß bezeichnet seine Arbeiten als „Papiers trouvés“. Der Künstler sammelt und archiviert weggeworfenes Verpackungsmaterial, Fragmente alter Zeitungen und Kartonagen, die ihm spontan gefallen: es sind die reliefhaften Fragmente unserer Zivilisations- und Konsumgesellschaft. Diese Fundstücke sind bereits verwittert, teilweise mit Erde verkrustet oder mit Pflanzenteilen der Natur verwoben. Er unterwirft sie einem künstlerischen Wandlungsprozess und erweckt sie in reduzierten Collagen, Objekten und Fotografien zu neuem Leben.

Ausstellungsdauer 29.05.26 – 27.06.26

Kommentar schreiben

Kommentare: 0