Aktuelle Ausstellungen


Unsere Galerie öffnet wieder ab dem 23. Mai

Die Gruppenausstellung „Das Tier in mir“ wird verlängert.

Öffnungszeiten: Mi, Do, Fr 16 – 19 Uhr, Sa 12 -18 Uhr


InterArt Info:

(Klaus Bushoff, 2. Vorsitzender)


1. Es ist den Galerien weiterhin nicht erlaubt, Vernissagen und literarische Veranstaltungen mit einem größeren Publikum zu organisieren. Da die für Ausstellungen vorgesehenen Künstler eine Hängung ihrer Arbeiten ohne Beiprogramm nicht schätzen, wurde die derzeitige Gruppenausstellung „DAS TIER IN MIR“ verlängert. Die Anzahl der Exponate wurde bis zur „Petersburger Hängung“ vergrößert, ebenso wie die Präsentation im „Schaufenster“ zur Rosenstraße.

Die üblichen Öffnungszeiten während der Büroarbeit der ehrenamtlichen Mitarbeiter wurden unverändert beibehalten (Mi/Do/Fr/Sa) mit der Beschränkung auf 2-3 gleichzeitige Besucher (Abstandhaltung).

Kunstfreunde und Kaufinteressenten, denen der Ausgang vom „home“ nicht generell untersagt ist, sind herzlich willkommen.

 

2. InterArt besteht darauf, dass die Begegnung mit Kunstwerken der materialbezogenen Disziplinen nicht über Abbildungen geschehen kann, die in papierenen oder digitalen Medien „veröffentlicht“ werden.

Es geht bei der direkten Begegnung ja nicht nur um Gerüche, Tasterlebnisse oder wechselnde Betrachterstandorte, wörtliche Kommunikation mit dem Betrachternachbarn oder Künstler oder interaktive Umgestaltung oder sinnliche Umhängung in vorhandene oder aus dem persönlichen inneren Museum aufgerufene Nachbarschaften. Es geht auch um die Erfahrung der tatsächlichen Körpergröße dessen, was als lebendiges Gegenüber, nicht als Passfoto in medial frisierter, verkleinerter Form den Betrachter anspricht oder anpöbelt – oder um die entspannende Darreichung einer Trollinger „Hengstenberg Spätlese“.

 

  • Die mediale Präsentation verfälscht die Vor-Stellung eines Kunstwerks zur Dokumentation eines Namens, eines Markenartikels, einer meist modischen Thematik oder einer Aktie – im besten Fall zu einem künstlich-intelligenten anderen Kunstwerk der ExpertInnen für Macher-Produkte.
  • Der grob-sinnliche Genuss des Machers beim Machen von Gedankenkörpern in Materialvielfalt ist dem genussorientierten Kunstliebhaber nicht zu übermitteln, wenn das Kunstwerk digital, aseptisch, multipliziert, ja entgestaltet wird für Single-Apartment-Bewohner oder Aktienkäufer.
  • Die Entsinnlichung der Kunst wie auch deren Versinnlichung des Schönen, Wahren, Guten findet seit dem Kunstbeginn in den Vorräumen der Höhlenkinder in schöner Regelmäßigkeit statt nach dem Lebensrhythmus des SEMPER IDEM – auch in Parallelitäten wie derzeit im wirtschaftsorientierten Galerienwald.

Drunten im Wald

auktioniert der Guru.

Warte nur bald

geht die Aktie zur Ruh.

 

Und dann schlägt die Stunde (mal wieder) der materialistischen Kunstanbieter als Personen oder Galerien. Wenn sie pleite gegangen sind, gibt’s neue.


Ausstellung "Das Tier in mir" - Von der Mythologie über die Psychiatrie zur Chirurgie und zum Gerätebau

Vernissage: Freitag, 28.02.2020, 20 Uhr

Begrüßung: Christina Knauer, Erste Vorsitzende

Einführung: Klaus Bushoff, Zweiter Vorsitzender

Ausstellungsdauer: 29.02. bis auf weiteres

 

Begrüßung und Einführung
Prof. Klaus Bushoff


„DAS TIER IN MIR"

Johnny Wolfkrank, der bekannte Seelenforscher, entdeckte die seitdem für den menschlichen Menschen geltende Bipolarität in einer Brust. Er übersah, dass der Großteil der Menschheit zwei Brüste hat, für jede Seele eine, und dass es durchaus mehr als zwei Seelen gibt im Mensch-Tier-Wesen, welches nach den wissenschaftlichen Fortschritten in der Landwirtschaft, in der Medizin und im Gerätebau den solipsistischen, den bipolaren, den arroganten Naturbeherrscher und Ganzmenschen in der Aisthesis ersetzt hat.

Die Schnietze der Vielfaltforschung wiesen darauf hin, dass die Lebensbefriedigung des Neuen Menschen offenbart hat: die Vielverortung der Seelen in der Fülle der menschlichen Organe außerhalb der Brust oder der Brüste ist aufzeigbar „vom Scheitel bis zur Seele“.

Man denke nur an die Stirn (die anderen geboten wird), an den Nabel (mit seiner outie oder innie Form), an das Knie (mit seiner Demütigkeit), die Ferse (Weltflucht), an die lautstarken Hintergedanken, ganz zu schweigen von der verbogenen Lenkstange, die bestimmt, wohin die Lebensfahrt führt. Aber wohnt nicht auch in den Exkrementen eine Seele? A pro Po: die von apostolischen Selbstfindungstherapeuten in Philosophie, Dichtung und bildender Kunst angemahnte „Entdeckung dessen, was in dir steckt“ muss betrieben werden von Hinweisen auf die Seelenvielfalt des zoologischen Gartens in uns allen Heutigen und muss zu einer wie auch immer orientierten Tierliebe führen. Das Ich muss lieben: die lausigen Gedanken, die gefräßigen Ohrwürmer, die literarischen Bandwürmer, die lieblichen Zugvögel, die ideologischen Kletteraffen, die heimischen Trampeltiere, die veganischen Ochsen, die süßen Ferkel, die waldflüchtigen Füchse, die Kanalisationsratten… Vom Elefant im Porzellanladen über den Storch im Salat hin zu der Schmusekatze, die‘s mit dem Deckhengst treibt, dabei das Wutschnauben des gehörnten Dackels verursacht, und hin zum Murmel- tier und Hamster: Charakter, Physis, Implantate, Verhaltensweisen von Tieren werden im Menschen und im Menschtierwesen entdeckt, mit füchsischer Schläue herausgekratzt und in Wort und Bild verbellt. Die Kunstformen der Mythen, die Illustrationen der Selbsterkennung und die Darstellung der Fiktionen machen den Blick in den Spiegel dramatisch: „Schau ich dich an in dem Kristall / Phantom, du bist nicht meinesgleichen!“ (frei nach Annette v.D.-H.). Oder vielleicht doch?

Und nicht zu vergessen die königlichen Bienen und die Mörtel fressenden Wespen – in MIR. Der Mensch, belehrt von den ach-so-vielen Seelen in seinem Brustkorb und Fettleib, muss akzeptieren und lieben: DAS TIER IN MIR. (Die Argumente gegen Massentierhaltung in mir sollten ignoriert werden.) Der Zeitgeist braucht Sonderangebote mit Nachhaltigkeit: ohne sie würde das MENSCHTIER- WESEN abmagern zum MENSCHEN.

Zum Schluss ein Ratschlag an Bildende Künstler: Lasst die Sau nicht raus, kein Schwein kauft Seelenergüsse. Malt Bilder vom Kuscheltier in uns allen oder von der haustierfreien Bauhäuslichkeit. Ihr könnt mich mal … BESUCHEN ALS STORCH IM SALAT.

Johann Wohlfang von Hanebüchen

Der Hund in mir – die Kuh in dir
naturverbunden leben wir naturbelassen wie der Wald
Wird endlich unsre Liebe bald
alt und kalt
dann kommt der Borkenkäfer.


Die folgenden Veranstaltungen sind wegen der Corona-Krise abgesagt:


19.03.2020, 20 Uhr "Ich lasse Paris auf mich regnen"

im Rahmen der 8. Theatertage in Klein Paris (Dem Bohnenviertel und Leonhardsviertel in Stuttgart)


21.03.2020, ab 18 Uhr             Lange Nacht der Museen


Die Vernissage von Evelyn Schmidt wurde verschoben auf einen späteren Zeitpunkt.

Evelyn Schmidt

Hingabe ans Verlorengehen –

Vom Suchen und Finden der Versuchung                


Wechselnde themenbezogenen Werkgruppen aller künstlerischen Disziplinen
immer samstags 15 - 18 Uhr