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Götz Wintterlin – Mein surrealer Alltag

Basel, 2009,  Do you notice my sportscar

Die Aussage meiner Bilder entsteht wie beim Kinderspiel "Wolkenbilder raten", bei dem reale Strukturen mit Inhalten wie Assoziationen, Emotionen oder eigenen Erlebnissen angereichert werden, die nur im Kopf der BetrachterInnen entstehen. Je weniger diese Inhalte mit der vorgefundenen Wirklichkeit in Beziehung stehen, desto reizvoller wird die Bearbeitung der Fotos mit dem Ziel, das herauszuholen, was von der Kamera gerade nicht abgebildet wird. Es geht also letztlich um den Versuch, Gedanken, Erinnerungen und Emotionen in der Weise zu fotografieren und zu bearbeiten, dass auch ein größerer Kreis von BetrachterInnen das Gefühl hat, vieles davon schon selbst erlebt zu haben.

 

Unsere Wahrnehmung neigt dazu, Inhalte spielerisch zusammenzubringen, die in der Realität nicht zusammengehören und in ihrer Kombination eher ungewöhnlich sind.

Die Fotografie ist eine von vielen Möglichkeiten, sich dem Surrealen zu nähern. Der besondere Reiz dieser Herangehensweise liegt darin, dass sie ein technisches Instrument benutzt, das ursprünglich für die möglichst genaue Dokumentation von Realität entwickelt wurde und nicht für die Abbildung von irgendwelchen Hirngespinsten.


Eröffnung:

Freitag, 26.11.2021, 16 – 19 Uhr 

Ausstellungsdauer:

27.11.2021 – 15.1.2022



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