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Jeder Kunstinteressierte kann Fördermitglied werden. Als Fördermitglied unterstützen Sie den INTER ART e.V. und dessen Aktivitäten. Sie werden regelmäßig über Ausstellungen und andere Veranstaltungen informiert und bestimmen im Rahmen der Mitgliederversammlungen über die Geschicke des Vereins mit.

Jahresbeiträge für Künstler- und Fördermitgliedschaften

  • Erwachsene         50,- €
  • Studenten           30,- €
  • Familien              60,- €
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Öffnungszeiten der Galerie

Mittwoch, Donnerstag und Freitag:

16.00 - 19.00 Uhr

Samstag:

12.00 - 18.00 Uhr


Adresse

Rosenstraße 37

70182 Stuttgart

 

Sie und Ihre Freunde

sind herzlich eingeladen zur Ausstellung

 

Das Bob-Dylan-Projekt

 

It‘s Alright, Ma, I‘m Only Bleedin‘“

 

Vernissage

Freitag, 9. November 2018, 20 Uhr

Begrüßung

Christina Knauer, 1. Vorsitzende

 

Einführung

Klaus Bushoff, 2. Vorsitzender

Armin Elhardt, Autor

 

 

„One too many mornings“

Hubert Sowa

Piano und Gesang

 

Horse Mountain Acoustic Duo

Birgit & Dieter Stoll spielen Songs von Bob Dylan

 

Ausstellungsdauer

Sa 10.11. bis Sa 7.12.2018

Öffnungszeiten

Mi, Do, Fr 16 – 19 Uhr

Sa 12 – 18 Uhr

 

 

 Das Bob-Dylan-Projekt entstand 2016 etwa ein halbes Jahr vor der ominösen Nobelpreisverleihung an Dylan. Der ApoEpigone, ExKulturminister und Talker Daniel Cohn Bendit hatte als Gast des Literarischen Quartetts einen Fernsehauftritt, in dem er die Fragestellungen der Literarischen Runde bezüglich der dort diskutierten Schriftsteller gelangweilt als sekundär wichtig oder gänzlich unbedeutend bezeichnete, solange Bob Dylan den LiteraturNobelPreis noch nicht habe. Das gab meinen Mitstreitern und mir doch heftig zu denken und erste Absprachen über dieses Projekt fanden statt. Es war schnell klar: viele von uns arbeiten seit Jahren zu und mit Dylan als Bezugspunkt.

”It‘s Alright, Ma, I‘m Only bleedin‘”

Das Bob-Dylan-Projekt 

 Die ursprünglich in der Ausschreibung für dieses Projekt angeregte kritische Auseinandersetzung zum Thema Verletzbarkeit und Bedrohung des Menschen in den Texten Dylans wurde von einigen Künstlern aufgegriffen, aber nur von einigen. Allgemeiner die Würde des Menschen als Hauptthema Dylans zu behandeln – sofern sie ohnehin allgemeiner Songinhalt Dylans ist – ist die Sache der anderen Künstler. Bekannte Songs Dylans bildeten überwiegend die Grundlage für die verarbeiteten Bildszenerien: Ich-bezogene Interpretationen von Songs, mitunter höchst differenziert, die Ausstellung/das Dylan-Projekt bietet einen breiten Querschnitt der Dylan-Songs in subjektiver Bildsprache. Die Nicht-heile-Welt Dylans, seine Endzeit-Szenarien und das latente Grauen im scheinbar Harmlosen interessierte hierbei natürlich besonders. Aber auch die skurrilen Absurditäten eines detailverliebten Dylan interessierten, die ebenso detailverliebte Interpretationen in der bisherigen Ausstellung in Möglingen nach sich zogen,  z.B. der „leopard-skin pill-box hat“ bei Roland Bentz und bei Matthias Gnatzy (siehe auch: die Abbildung auf dem Katalogcover)... Die leopard-skin pill als ein Beispiel für die akzentuierte Darstellung des Alltäglichen, das geradezu mythologische magische Bedeutung bekommen kann, was bei Dylan eigentlich durchgehendes Arbeitsschema ist.

 

 Dylans Portraits waren natürlich ebenfalls Ausgangspunkt für die Auseinandersetzung mit seiner Person, meist  dargestellt in Relation zu in Bilder übersetzten Textelementen oder in Relation zu Bildsymbolen, die für Songinhalte stehen.

  Der Wunsch, das Ego Dylans zu erfassen oder zu umkreisen, seine Motivation und Qualität zu ergründen und hochzuhalten, spielt eine bedeutende Rolle (z.B. bei Ines Scheppach in Relation zu Dürer, Genies in Nachbarschaft über Jahrhundertgrenzen hinweg sozusagen). Aber auch die Infragestellung Dylans, seine Reduzierung auf eine Pseudo-Identität mit der Frage: Wer ist er eigentlich, warum ist er so? Gibt es ihn überhaupt? Ist er selbst eine Fiktion? All dies ist in Bild und Inszenierung hier vertreten (u.a. bei Rautenberg/von Ulardt).

 Auch bei A. Bopp ist Dylan aus dem (auf das Plattencover „Street Legal“ bezogenen) Bild verschwunden – oder er ist noch nicht aufgetaucht? Eine Metapher auf die soziale Indifferenz und Ambivalenz Dylans. Die Sphinx Dylan, die sich uns immer deutlicher entzieht, je näher wir herankommen wollen, ist immer wieder thematisiert.

 Auch (ironische) Ausblicke sind da: Welche Songinhalte können noch kommen, welche Songinterpretationen stehen uns bevor? Natürlich Ich-zentriert: Welchen Song schriebe ich als nächstes, wenn ich Dylan wäre? Petra Brinkschmidts Mädchendarstellung deutet es an: die latente Bedrohung im scheinbar Harmlosen nehmen wir jetzt doch schon automatisch wahr!?. Der Song dazu läuft möglicherweise bereits in uns – wenn nicht, dann kommt es noch (it`s getting there)…

 Werden wir Bob Dylan gerecht? Am wenigsten werden wir ihm gerecht, wenn wir ihn einfach als PopStar sehen, eingebettet in eine unkritische Musikindustrie. Zoltan Toths Bild verkörpert eine bewusst triviale, auf die Pop Art bezogene Sicht auf Dylan und passt gerade deshalb wunderbar in eine Ausstellungsreihe, in der Dylan eher als Anti-Pop-Literat gefeatured wird.

 Die Darstellung des Flower-Power-Dylan ist eigentlich keine Kritik an Dylan, sondern eine Glossierung der Pop-Kultur, in die Dylan – nolens volens – eingebettet ist. Die Verwendung des Nicht-Hinterfragten und auch nicht veränderten Abbilds Dylans zeigt die Austauschbarkeit und beliebige Verwendbarkeit von Bildklischees, Dylanbildklischees, vor denen wir uns selbstverständlich hüten sollten…

 Günther Sommer


Werke von Künstlermitgliedern und Gastkünstlern

der INTER ART Galerie

10.11.2018 – 7.12.2018

 

Monika Adams-Steegmaier

Sigrid Artmann

Jürgen Bauer

Alexander Beck

Roland Bentz

Albrecht Bopp

Albrecht Breunlin

Petra Brinkschmidt

Uhr Buley

Klaus Bushoff

HWP Diedenhofen

Karsten Diekmann

Christa Düwell

Sibylle Duhm-Amaudov

Armin Elhardt

Jürgen Elwert

Barbara Fauser

Friederike Fricker

Anita Fried

Elke Gaertner

Dorothea Geppert-Beitler

Matthias Gnatzy

Martina Hampe

Kathrin Hillermann

Otto Peter Hisenbek

Hans-Georg Hofmann

Daniel Kast

Andreas Kerstan

Karla Kreh

Karin Lämmle

Peter Lauck

Angelika Lill-Pirrung

Anja Luithle

Marlis Mader

Dagmar Manz-Wodang

Daiana Maties

Wolfgang Melzer

Sibylle Möndel

Susanne Müller-Baji

Ingrid Neumann-Dannecker

Petra Ohneseit

Kersten Paulsen

Peter Prothmann

Dieter Rautenberg

Vera Reschke

Ines Scheppach

Meike Schmiedebach

Günther Sommer

Inge Stahl

Brigitte Staub

Hartmut Steegmaier

Birgit Stoll

Dieter Stoll

Ulrich Stürmer

Zoltan Toth

Jürgen von Ulardt

Daniela Waitzmann

Paul Wassiliadis

Alfons Wiest

Gabriele Zeller-Kramer

Elke Zemelka

 


Vorschau auf kommende Veranstaltungen:

Weihnachtsbazar

Sa. 08.12. und So. 09.12.2018

je 11 - 18 Uhr

 

Jusuf Naoum, "Jusufs Bäume"

Malerei und Zeichnung

Sa. 15.12.2018 - 12.01.2019

 


Bizarre Basare

Wechselnde themenbezogenen Werkgruppen aller künstlerischen Disziplinen

immer samstags 12 - 18 Uhr