Inter Art

ARMIN STEUDLE: "BILDER"

Die Galerie INTERART lädt Sie und Ihre Freunde herzlich zur Ausstellung von ARMIN STEUDLE „Bilder“ ein. Ein Künstlergespräch zwischen Armin Steudle und Reinhold Urmsetzer findet am Abend der Vernissage statt. Zudem können Sie die Musik des Counter-Tenors Álvaro Tinjacá-Bedoya geniessen!

Vernissage: Freitag, 13.04.2018, 20:00 Uhr

Begrüßung: Professor Klaus Bushoff

Künstlergespräch: Armin Steudle und Reinhold Urmetzer

Musik: Álvaro Tinjacá-Bedoya, Counter-Tenor (Bogota)
Magdalena Cerezo, Klavier (Madrid)

Ausstellungsdauer: Sa. 14.04. – Sa. 12.05.2018

Öffnungszeiten: Mi., Do., Fr. 16 – 19 Uhr

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Matthias Thibaut zu Armin Steudles Malerei
Das also sind wiederkehrende Elemente in diesen Bildern:
Der Zusammenprall von Malerei und Grafik, die
collagierte Spannung von illusionistischem Bildraum und
der Flächigkeit der malerischen Grundlage, Figuren, die
sich vor unseren Augen in Linien auflösen und gerade so
eine überhöhte Realität bekommen. Und alles überspannend
die Wehmut um das verlorene Paradies, den Sündenfall,
die ewige Konfrontation von Natur und Zivilisation
und die Ferne der Erlösung.
Denn darum geht es in diesen Bildern. Natur und Kultur,
die nicht einmal in der Malerei mehr in paradiesischer
Harmonie zusammengezwungen werden können, das
Scheitern unserer idealistischsten Zivilisationsprojekte.
Angefangen mit den Stillleben, in denen die Natur- und
Objektwelt autonom, mit sich selbst im Reinen sein könnte,
aber von Steudles malerischen Strategien so durchkreuzt
wird, dass sie mit ihren Irritationen und Kontradiktionen
in bester kunsthistorischer Tradition als memento
mori und vanitas Mahnung zu lesen sind. ln den Nachtbildern
sind die Zweikämpfe zwischen Urbanität, Architektur
und einer nicht mehr beherrschbaren Pflanzenwelt in
apokalyptisches Licht getaucht, in den Figurenbildern werden
Menschen von den unkontrollierbaren Zentrifugalkräften
dieser Konfrontation aus der Bahn geworfen, denn es
ist die conditio humana, das Gleichgewicht, den Platz im
Zentrum der Schöpfung zu verlieren. Landschaften sind
eigentlich alle Bilder Steudles, als surreale Welten der
Imagination. ln den Bildern dieses Kapitels sind die Menschen
nur noch eine Erinnerung oder haben allenfalls in
einer postapokalyptischen Restwelt als Figuren aus einem
Spielzeugkatalog Bestand.
Steudle hat ein erstaunlich fruchtbares Künstlerleben ohne
große Illusionen bezüglich Anerkennung und Erfolg, aber
mit pausenloser Ausdauer gearbeitet. Man kann vermuten,
dass er Wehmut und Melancholie dadurch in Schach
hält, dass er sie unermüdlich in Kunst umsetzt und in ihrer
grausamen Schönheit objektiviert.
in: Armin Steudle, Malerei 2006–2016. Werkgruppen 1–5

 

INTER ART Galerie, Rosenstraße 37, 70176 Stuttgart,

info@interart-stuttgart.de, www.interart-stuttgart.de

Öffnungszeiten: MI, DO, FR 16-19 Uhr, SA 10-18 Uhr

 


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